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Dubai Bauprojekte Baustellen Architektur

Dubai Bauprojekte Baustellen Architektur

Dubai ist vor allem bekannt für seine vielen spektakulären Bauprojekte. An keinem anderen Ort der Welt entstanden in den letzten Jahren so viele weltweit Aufsehen erregende Bauwerke wie in Dubai. Dubai versucht auf diese Weise, seine präparierende Wirtschaft zu demonstrieren und das Interesse von Touristen und Geschäftsleuten gleichermaßen zu wecken.

Der Grund für den Bauboom ist aber weniger staatliche Förderung; fast alle Projekte werden von privaten Investoren getragen. Ursächlich sind vermutlich vielmehr die wenigen Bauvorschriften. Baugenehmigungen für Großprojekte erteilt der Emir persönlich nach seinen Vorstellungen und ohne Umweltverträglichkeitsprüfungen oder langwierige Bürgerbeteiligung.

 

Den Anfang des Baubooms machte das World Trade Centre Ende der Siebziger Jahre – damals das höchste Gebäude der arabischen Welt. Doch dieses spielt im heutigen Stadtbild eine eher unauffällige Rolle und wird wahrscheinlich sogar bald abgerissen, denn im Laufe der folgenden Jahrzehnte kamen eine Vielzahl noch höherer, modernerer und interessanterer Gebäude hinzu; zunächst in Deira, wo die modernen Glashochhäuser noch heute einen bei Fotografen beliebten Kontrast zu den davor ankernden altertümlichen Daus bieten, seit Mitte der 1990er Jahre aber vor allem entlang der sich viele Kilometer lang nach Süden erstreckenden Sheikh Zayed Road, an der zahllose Wolkenkratzer entstanden sind, von denen wohl bereits jeder einzelne das Stadtbild einer mitteleuropäischen Großstadt entscheidend prägen würde. Insgesamt wurde in den letzten Jahren mit dem Bau von weit über 200 Wolkenkratzern mit mehr als 100 Metern Höhe begonnen, davon 20 mit über 300 Metern Höhe.

Ehrgeizige Hotelprojekte haben Dubai bekannt gemacht, vor allem das Wahrzeichen der Stadt, der 321 Meter hohe Burj al Arab in Form eines Segels, eines der luxuriösesten Hotels der Welt und vermutlich inzwischen auch das bekannteste. Ebenfalls weithin sichtbar sind die Emirates Towers. Auf einer der Palm Islands soll zudem Atlantis Dubai errichtet werden, ein riesiges Luxushotel mit 2000 Zimmern. Weitgehend unsichtbar bleibt hingegen Hydropolis, das erste mehrräumige Unterwasserhotel der Welt (es kursieren zwar Gerüchte, daß es nun bei Dubai Waterfront gebaut wird aber bis heute gibt es keine offizielle Bestätigung.).

Künstliche Insel „The Palm, Jumeirah“ vor der Küste Dubais. Vor der Küste der Stadt wurden und werden große künstliche Inseln mit Luxusvillen, Jachthäfen und Golfplätzen aufgeschüttet: die Palm Islands jeweils in Form einer Palme und The World Dubai, eine künstliche Inselgruppe in Form der Weltkarte. Erst in Planung befindet sich Dubai Waterfront, das 750.000 Menschen ein Leben am Wasser ermöglichen soll und größer würde als Manhattan, sowie die Jumeirah Islands, 50 künstliche Inseln mit jeweils 16 Villen.

Bereits im Bau ist das nach seiner Fertigstellung mit Abstand höchste Gebäude der Welt, der Burj Dubai, der den Mittelpunkt des neuen Stadtzentrums Downtown Dubai bilden wird, in dem dann ab 2006 auch das größte Einkaufszentrum der Welt stehen soll, die Dubai Mall.

Die derzeitigen Freizeitparks Wonderland und Wild Wadi werden 2008 starke Konkurrenz durch DubaiLand bekommen, den dann größten Freizeitpark der Welt, in dem mit dem Dubai Wheel das größte Riesenrad der Welt sowie mit der Mall of Arabia das dann größte Einkaufszentrum der Welt entstehen sollen. Teil von DubaiLand ist der Wasser-Vergnügungspark Aqua Dubai.

Ein weiteres Megaprojekt ist die Dubai Marina, welcher ein geplanter Stadtteil für 100.000 Menschen ist.

Das neueste in Dubai geplante Großprojekt trägt den Namen Bawadi, „Wüsten“ und wird in seiner Einzigartigkeit an die Tourismusmetropole Las Vegas erinnern. Auf einer Länge von ca. 10 Kilometern werden im neuen Stadtteil Bawadi 31 neue Hotels entstehen – unter ihnen auch das mit 6.500 Zimmern größte Hotel der Welt „Asia-Asia“. Den Großteil des Projekts wird das Tochterunternehmen der Dubai Holding Tatweer entwickeln, darunter auch zwölf Themenhotels. Die Finanzierung für den noch verbleibenden Teil des Projekts soll von privaten Investoren eingesammelt werden, die Ihrerseits bereits ein verstärktes Interesse bekundet haben.

Das Emirat erwartet im Jahr 2010 ca. 15 Millionen Touristen und versucht mit Großprojekten wie „Bawadi“ die Kapazitäten der Wüstenmetropole gezielt zu erweitern. Aktuelle Schätzungen besagen, dass bis zum Jahr 2010 ca. 30.000 neue Hotelzimmer hinzukommen werden und sich mit dem Bawadi-Projekt die Zimmerkapazität in Dubai mehr als verdoppeln wird. Für die Folgejahre ist sogar eine weitere Steigerung der Kapazität auf 50.000 Zimmer geplant.

Die Gesamtkosten für Bawadi werden auf ca. 100 Milliarden Dirham geschätzt. Davon plant alleine Tatweer Investitionen von ca. AED 40 Milliarden für seine zwölf Hotels und noch einmal rund AED 10 Milliarden für die Infrastruktur des Projekts. Bawadi ist Teil des Entwicklungskonzepts "Dubailand" und liegt ca. 8 Kilometer landeinwärts des Burj Al Arab. Mit zahlreichen weiteren Projekten wie z. B. der City of Arabia ist das Dubailand zusammen mit der Entwicklung des neuen International Airport in Jebel Ali das größte Bauvorhaben des Emirats.

Durch die Öffnung des Immobilienmarktes für nicht GCC-Staatsangehörige floriert die Bauwirtschaft in Dubai ohne Gleichen. In den nächsten 5 Jahren wird in Dubai die Bevölkerung von 1,5 Mio. Menschenauf 2,5 Mio. Menschen wachsen. Dementsprechend groß ist auch der Bedarf an Wohnanlagen, Einkaufszentren, Schulen, Krankenhäusern und der gesamten Infrastruktur. Nachdem Dubai auch ein sehr beliebtes Reiseziel ist, werden zudem sehr viele Hotels und Ferienanlagen gebaut. Bis ins Jahr 2015 sollen allein in Dubai bis zu 500 neue Hotels der Luxusklasse gebaut werden.

 


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